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WORUM GEHT ES BEI SOZIALER UND BERUFLICHER INKLUSION?

Menschen mit Behinderung stehen bei der Eingliederung in die Gesellschaft verschiedenen Hindernissen gegenüber. Sie sind überproportional oft von Diskriminierung und Armut betroffen.

In Ländern mit geringen und mittleren Einkommen sind Menschen mit Behinderung im erwerbsfähigen Alter sehr viel häufiger von Arbeitslosigkeit betroffen als Menschen ohne Behinderung.

Trotz mangelnder Statistiken lässt sich feststellen, dass Menschen mit Behinderung zudem im Durchschnitt schlechter bezahlt werden als nicht behinderte Menschen in gleicher Position. Der Bericht der Vereinten Nationen über Behinderung und Entwicklung (UN Disability and Development Report), der sich mit der Frage der Eingliederung von Menschen mit Behinderung aus dem Blickwinkel der nachhaltigen Entwicklung befasst, weist für manche Länder ein Lohngefälle von mehr als 10 Prozent aus. Diskriminierung und diskriminierende Vorschriften, Barrieren für die Chancengleichheit, schwierige Arbeitsmärkte, illegale Beschäftigung und selbstständige Erwerbstätigkeiten zählen zu den Faktoren, die zur Verschärfung des Problems beitragen.

DIE LISTE DER HINDERNISSE, MIT DENEN MENSCHEN MIT BEHINDERUNG KONFRONTIERT SIND, IST NACH WIE VOR LANG. HIER EINIGE DAVON:

Fehlendes Leadership in Sachen Inklusion aufseiten der Personalverantwortlichen

Macht sich die Führungsebene eines Unternehmens nicht für Inklusion stark, werden die anderen, unten aufgeführten Hindernisse nicht proaktiv angegangen. Die Chancen, dass ein solches Unternehmen ein günstiges Umfeld schafft, sind gering.

Fehlender Zugang zum Arbeitsmarkt und Vorurteile in Bezug auf die Kosten für die Schaffung eines barrierefreien Umfelds

Viele Menschen mit Behinderung können Arbeitsplätze aufgrund fehlender Barrierefreiheit schlicht nicht erreichen. Das Problem der mangelnden Barrierefreiheit durch physische Barrieren wie Treppen hindert Menschen, die zum Beispiel auf einen Rollstuhl angewiesen sind, daran, in ein Gebäude zu gelangen. Doch auch auf anderer Ebene gibt es Hindernisse, beispielsweise durch nicht barrierefreie elektronische Technologien.

Fehlendes Wissen und Unsicherheit im Umgang mit Behinderungen

Oft ist von Unternehmen zu hören, dass sie gerne mehr Menschen mit Behinderung einstellen würden, aber nicht wissen wie. Fehlendes Wissen über Behinderungen, nicht zu wissen, an wen man sich mit Fragen wenden kann, und der Eindruck, keine Unterstützung zu erhalten, weichen die Entschlossenheit von Unternehmen, Menschen mit Behinderung einzustellen, auf.

Negative Haltung von Mitarbeitern und Vorgesetzten gegenüber Behinderungen

Eines der Haupthindernisse, mit dem Menschen mit Behinderung sowohl beim Zugang zum Arbeitsmarkt als auch nach der Einstellung konfrontiert sind, ist die bewusste oder unbewusste negative Haltung von Vorgesetzten und Kollegen gegenüber Behinderungen.

Unausgewogene Anerkennung im Job

Nach ihrer Einstellung haben Menschen mit Behinderung oft den Eindruck, vom Unternehmen weniger wertgeschätzt zu werden als ihre nicht behinderten Kollegen. Eine Erklärung hierfür sind eine mangelnde Implikation und fehlende Karrierechancen. Die Studie „State of Disability Employee Engagement“ von Global Disability Inclusion und Mercer hat eine Implikationsdifferenz von 6 bis 8 Indexpunkten zwischen Menschen mit und ohne Behinderung festgestellt.

Arbeitgeber, die Aufstiegs- und Entwicklungschancen von Menschen mit Behinderung blockieren

Viele Menschen mit Behinderung berichten von Schwierigkeiten, innerhalb des Unternehmens aufzusteigen bzw. ihre Karriere voranzubringen. Dies ist teilweise auf die oft prekären und schlecht vergüteten Arbeitsverhältnisse zurückzuführen, auf die Menschen mit Behinderung beschränkt werden, und teilweise auf Vorurteile und diskriminierendes Verhalten gegenüber von Menschen mit Behinderung durch Management und Personalabteilungen.

Verlust des Arbeitsplatzes nach Eintreten einer Behinderung

Menschen mit Behinderung machen, je nachdem, zu welchem Zeitpunkt die Behinderung in ihrem Leben auftritt, unterschiedliche Erfahrungen. Menschen, die von Geburt an oder seit der Kindheit mit einer Behinderung leben, sind bereits beim Zugang zu Schul- und Berufsausbildung mit beträchtlichen Schwierigkeiten konfrontiert. Für Menschen, bei denen die Behinderung während des Berufslebens eintritt, stellt sich angesichts oft nicht an die neue Situation angepasster Umgebungsbedingungen eher die Frage, wie sie ihre berufliche Tätigkeit weiter ausüben können.

WEITERE SENSIBILISIERUNG MIT HANDICAP INTERNATIONAL LUXEMBOURG

Auf gesellschaftlicher Ebene leiden Menschen mit Behinderung unter Stigmatisierung und Vorurteilen.  Sie sind stärker gefährdet, zusätzlich zu ihrer Behinderung auch Opfer von Gewalt und Mobbing zu werden und die negativen Folgen von bestehenden Normen in Bezug auf das Geschlecht oder das Alter zu spüren zu bekommen.

Im Rahmen seiner Bildungsinitiativen für Entwicklung und Sensibilisierung bietet Handicap International Luxembourg Workshops und Ausstellungen für interessierte Privatpersonen, Unternehmen, Schulen und Kultureinrichtungen an, um für die Integration von Menschen mit Behinderung weltweit und in den verschiedenen Bereichen des Alltags zu sensibilisieren und die junge und erwachsene Öffentlichkeit in Luxemburg für Fragen im Zusammenhang mit der Weltbürgerschaft zu sensibilisieren.

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